Verbesserungswürdig
Nette (meist) kompetente Mitarbeiter in Deutschland. Dafür kann man das Personal in den USA total vergessen. Vor meiner Ausreise in die usa 2024/25 wurde mir so lange eingeredet, ich solle mich so sehr an meine Gastfamilie anpassen und wie dankbar ich sein solle, bis ich am Ende erst erfahren habe, dass die Situation der Familie in den USA absolut nicht okay war. So fande ich auch heraus, dass sich die Local Coordinator bei der Hausbesichtigung der Gastfamilien (die eigentlich da ist um nachzugucken, ob das Haus ein geeigneter Platz für den Austauschschüler ist) einfach über Mängel rübergeschaut wird. So habe ich in einem extremst unaufgeräumten und unhygienischen Haus gelebt, in welchem meist kein Essen für mich vorhanden war, da ich das meiner Gastfamilie nicht essen durfte. Blöd nur, dass meine Gastfamilie so gut wie nie zuhause war und mich sehr oft alleine ließ. Wenn ich nachfragte, ob wir einkaufen könnten hieß es immer „jetzt habe ich aber keine Zeit“ oder „können wir später machen“ was aber nie passierte und es sehr häufig vorkam dass ich !6 Wochen lang! bloß vom lunch in der Schule und fast food (was ich natürlich auch selbst bezahlen durfte) ernährt wurde. Natürlich ist dies nicht ausgehend von der Organisation, allerdings finde ich, dass man in dieser Hinsicht schärfere Vorkehrungen treffen sollte, da das unverantwortlich ist und mir von den Mitarbeitern gesagt wurde, dass ich ja nicht erwarten kann, dass immer jemand da ist um mir was zu kochen (was nie von mir verlangt wurde). Habe ich etwas schade gefunden. Zudem hatte ich den Eindruck, dass meine Local Coordinatorin keine Lust auf ihre Arbeit hat. Ihre monatlichen Mails mit den Fragen wirkten eher erzwungen und sie generell überfordert auf so viele Kinder gleichzeitig zu achten. Ich kann ihr nicht vorwerfen, dass sie ihren Job nicht richtig ausgeführt hat, denn ich denke, dass sie wirklich bemüht war, alles richtig zu machen. Jedoch merkte man wie schon erwähnt aber einfach, dass das Ausmaß einfach zu viel war. So hatte ich auch während meiner Zeit keinen wirklichen Bezug zu meiner LC und fühlte mich von der Seite der Orga sehr alleine gelassen und wusste nicht, an wen ich mich wenden sollte. Durch die miserablen Umstände in der Gastfamilie bekam ich ca bei der Hälfte meines Auslandsjahres starke Depressionen. Da ich zuvor noch nie an Depressionen litt konnte ich selber gar nicht einschätzen, was mit mir passierte und tat es als einen „Kulturschock“ ab. Weil ich außerdem mitbekam, dass über andere Austauschschüler, die ihr Jahr frühzeitig abgebrochen haben, sehr negativ geredet wurde und meine Gastmutter durch eigene psychische Erkrankungen zu spüren gab, dass sie den eigenen Haushalt und Alltag ohne meine Hilfe nicht schaffe, hatte ich Angst das Jahr früher abzubrechen und mich ,durch den fehlenden Bezug zur LC, einer Person von Ayusa anzuvertrauen. Für die Zukunft würde ich auf jeden Fall raten, dass besonders alleinstehende Gasteltern eine ärztliche Bescheinigung vorlegen müssen, dass alles mental soweit in Ordnung ist bzw. dass ihre mentale Einschränkung den Alltag nicht beeinflusst.
Auf der anderen Seite war das Ankommen bei den New York Tagen umso besser. Eine wunderschöne Zeit mit wundervollen Menschen und Momenten, die ich nicht missen möchte.








