Vorsicht! Aus meiner Sicht wurden Informations- und Organisationspflichten nicht ausreichend erfüllt.
Wir haben eine Flusskreuzfahrt von Berlin nach Stralsund für Anfang März 2026 frühzeitig gebucht und vollständig bezahlt. Den ursprünglich vorgesehenen Reisebeginn am 07.03. konnten wir aus familiären Gründen nicht wahrnehmen. Anschließend wurde jedoch ein verbindlicher späterer Zustieg am 09.03.2026 am Kloster Chorin mit der Reiseleitung der MS Princess vereinbart.
Dieser vereinbarte Zustieg war aufgrund der am 08.03.2026 mitgeteilten Routen- und Zieländerung plötzlich nicht mehr möglich. Statt der gebuchten Route Berlin–Stralsund sollte die Reise nun nach Hamburg führen. Damit war nicht nur die vereinbarte Zustiegsmöglichkeit am Kloster Chorin entfallen, sondern die Reise wich auch hinsichtlich des Reiseziels und der Route erheblich von der ursprünglich gebuchten Reise ab. Für uns war die Reise nach der Änderung nicht mehr durchführbar, da wir am 14.03. feste Anschlusstermine in Stralsund hatten. Auch eine Weiterreise von Hamburg nach Stralsund war für uns keine zumutbare Alternative.
Wir haben die Reise aufgrund dieser Routen- und Zieländerung nicht mehr angetreten und dies bereits am 08.03.2026 ausdrücklich gegenüber Happy Day Touristik erklärt. Die entsprechende Korrespondenz sowie der Chatverlauf mit der Reiseleitung, aus dem die Vereinbarung des späteren Zustiegs hervorgeht, sind mit Zeitstempeln dokumentiert.
Besonders kritisch sehe ich, dass Happy Day Touristik die Routenänderung bis heute mit einer angeblich „unvorhersehbaren“ Sperrung der Wasserstraße begründet. Nach meiner Recherche war die Sperrung der Oder-Havel-Wasserstraße für den betreffenden Zeitraum (10.1. - 18.3.26) jedoch bereits seit Januar 2026 in behördlichen Veröffentlichungen angekündigt. Die entsprechende schifffahrtspolizeiliche Anordnung sowie die ELWIS-Meldungen liegen uns vor und sind von uns gesichert worden. Daraus ergibt sich nach meiner Auffassung, dass die Sperrung bereits fast 2 Monate vor Reiseantritt bekannt bzw. absehbar war und eine Pflicht zur Information der Reiseteilnehmer VOR Antritt der Reise bestand. Die Frage der Vorhersehbarkeit ist zwischen uns weiterhin streitig.
Unser Rücktrittsgesuch wurde trotz der von uns vorgelegten umfangreichen Dokumentation abgelehnt. Auch meine weiteren Schreiben sowie später die anwaltliche Korrespondenz blieben zunächst längere Zeit ohne inhaltliche Auseinandersetzung mit den von uns vorgelegten Unterlagen, insbesondere mit der Frage der Vorhersehbarkeit der Sperrung.
Inzwischen befinden wir uns in konkreten außergerichtlichen Vergleichsgesprächen. Die Angelegenheit ist daher noch nicht abschließend geklärt. Ich hoffe weiterhin auf eine faire außergerichtliche Lösung.
Ich hätte mir von einem „Familienunternehmen“ von Anfang an mehr Transparenz und Fairness im Umgang mit dieser Situation gewünscht und möchte andere Reisekundinnen und -kunden über meine Erfahrungen informieren.







